Gemeinde St.-Georg Celle-Blumlage


Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lk 1,78-79

 Liebe Leserinnen und Leser,

Ich habe neulich zum ersten Mal einen Bollywood-Film geschaut. Das sind indische Produktionen mit viel Musik und Tanz. Und dort tauchte auch die indische Begrüßung „Namaste“ auf. Sie heißt übersetzt: Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in Dir! Was für eine schöne Begrüßung. Und unabhängig von jeder Religion einsetzbar. 

Das Wort für den Monat Dezember erinnert ein wenig an solche östlichen wortreichen Begrüßungsformulierungen. Und auch wenn sie auf Anhieb nicht so leicht zu verstehen sind, wirken sie doch durch ihre reichen Ausschmückungen.  

Da ist von herzlicher Barmherzigkeit Gottes die Rede, von Überwindung von Finsternis und Schatten des Todes und vom langersehnten Frieden. Ermöglichen soll das das von Gott gesandte Licht.

Es ist für uns nicht schwer zu erraten, wer dieses Licht sein soll. Ja, natürlich der, dessen Geburt wir in der Nacht vom 24. Auf den 25. Dezember feiern. Jesus, der Christus.

Gott kommt zu uns Menschen, er kehrt bei uns ein und wird ein Teil von uns.

Das Göttliche in mir grüßt das Göttlichen in Dir! Das passt irgendwie dazu. 

Das Licht Gottes in Jesus Christus kommt zu uns. In uns wird ein Licht angezündet. Das Göttliche Licht in uns. 

Der Beginn dieses Ereignisses ist Weihnachten, aber dieses Licht in uns brennt ja weiter, sollte es zumindest. 

Nun wissen wir selbst, dass das nicht immer so ist, wir spüren diesen göttlichen Funken in uns nicht so unbedingt immer, vielleicht sogar gar nicht. Und vielleicht glimmt er ja auch nur ein wenig vor sich hin. Aber es ist da und es kann jederzeit neu entfacht werden. 

Übrigens, in diesem Bollywoodstreifen entdeckt und entfacht die Hauptdarstellerin in sich diesen Funken und eröffnett für sich eine ganz neue Welt, indem sie Englisch lernt und neue Menschen kennen lernt. Das eröffnet ihr auch wieder einen Zugang zu Ihrem Alltag. Das hat für mich durchaus etwas Göttliches. 

Vielleicht entdecken wir diesen Funken ja in uns und lassen ihn neu entfachen. Nicht erst zu Weihnachten, aber die Geburt Jesu bietet dazu durchaus eine gute Möglichkeit. 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr

Ihr Joachim Gronau